Seit dem 1. Januar 2026 werden ambulante ärztliche Leistungen nicht mehr mit TARMED abgerechnet. Sie werden mit TARDOC abgerechnet, der neuen Einzelleistungstarifstruktur, ergänzt durch ambulante Pauschalen für bestimmte Behandlungen. Für eine Praxis ist die Änderung konkret: neue Positionen, neue Regeln und eine Software, die aktualisiert werden muss. Hier das Wichtigste.
Dieser Leitfaden bietet einen Überblick. Für die detaillierten Regeln beachten Sie die offiziellen Publikationen der Tariforganisation und Ihrer kantonalen Ärztegesellschaft.
Warum TARMED ersetzt wurde
TARMED trat 2004 in Kraft. In zwanzig Jahren hat sich die ambulante Medizin stark verändert: neue Techniken, neue Formen der Versorgung. Die Struktur hielt nicht mehr Schritt, und ihre Werte bildeten den tatsächlichen Zeitaufwand vieler Leistungen nicht mehr ab.
TARDOC wurde entwickelt, um die heutige ambulante Medizin abzubilden. Am 30. April 2025 genehmigte der Bundesrat die neue ambulante Tarifstruktur, bestehend aus TARDOC und den ambulanten Pauschalen, mit Inkrafttreten per 1. Januar 2026. Sie wird von der Organisation ambulante Arzttarife (OAAT AG) verwaltet.

Was sich nicht ändert
Das Prinzip der Einzelleistungsabrechnung bleibt für die meisten Konsultationen in der Praxis bestehen. Jede Position entspricht Taxpunkten, und der Taxpunktwert wird weiterhin kantonal festgelegt. Die Patientin oder der Patient erhält nach wie vor eine detaillierte Rechnung.
Was sich für eine Praxis ändert
Neue Positionen. Die Nomenklatur ist vollständig neu. Die gewohnten TARMED-Positionen gibt es in dieser Form nicht mehr: Für jede Leistung muss die entsprechende TARDOC-Position gefunden werden.
Pauschalen für bestimmte Behandlungen. Bestimmte Leistungen werden nicht mehr Position für Position abgerechnet, sondern über eine ambulante Pauschale.
Eine Dokumentation, die mithalten muss. Die Rechnung muss sich auf das stützen können, was in der Akte steht: was gemacht wurde und warum.
Eine aktuelle Software. Ihre Praxissoftware muss die neue Struktur integrieren, um korrekte Rechnungen zu erstellen.
Wie Aida hilft
Aida MD schlägt die TARDOC-Positionen auf Grundlage des Konsultationsinhalts vor, zusammen mit der Notiz und den ICD-10-Diagnosen. Sie sehen die Vorschläge neben der Notiz, korrigieren oder übernehmen sie, und sie gelangen mit dem Rest in Ihre Praxissoftware.
Aida rechnet nichts an Ihrer Stelle ab: Sie bereitet vor, Sie geben frei. Das Ziel: nicht mehr eine Position in der Nomenklatur suchen, sondern einen Vorschlag prüfen, der dem Gesagten entspricht.
Weiterführende Informationen
- die Seite des Bundesamts für Gesundheit (BAG): TARDOC und ambulante Pauschalen;
- die Publikationen der Organisation ambulante Arzttarife (OAAT AG);
- Ihre kantonale Ärztegesellschaft und die FMH;
- der Anbieter Ihrer Praxissoftware, für die Aktualisierung der Tarifstruktur.
Wie Aida MD die TARDOC-Positionen während der Konsultation vorschlägt, zeigt die Seite von Aida MD.
